Information overload

Wieder sind ein paar Tage mehr ins Land gezogen, die ich gerne Revue passieren lassen würde, aber ich fühle mich so sehr mit Informationen vollgestopft, dass es mir schwer fällt, sinnhaften Output zu konstruieren.
(Ein Umstand, den man sich wohl für den eigenen Unterricht sehr zu Herzen nehmen sollte, denn warum sollte es Schüler anders gehen?!)

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Es ist noch lange nicht soweit, dass man von Routine sprechen könnte. Wir fühlen uns sehr zerpflückt aufgrund der wenigen Hospitationstagen an der eigenen Schule und den nun erlebten und noch zu erlebenden Fachleiterwochen. Natürlich ist es schwer, das anders zu organisieren, aber zufriedenstellend ist es nicht wirklich.
Trotzdem habe ich aus der bisherigen Fachleiterwoche einiges mitnehmen dürfen. Zuallererst liegt das an unserer kleinen, aber feinen Gruppe mit dem exklusiven Vorteil, dass wir uns alle noch aus Studienzeiten kennen und Absprachen gleich viel besser funktionieren, weil man über den Punkt hinaus ist, wo sich jemand auf den Schlips getreten fühlen könnte. Und auch die Fachleiterin ist eine wirklich gute Seele. Manchmal machte sie einen etwas verplanten Eindruck, aber damit kann ich leben, denn sie hatte es im Gegenzug drauf, uns etwas die Angst vor anstehenden Unterrichtsbesuchen zu nehmen.
Etwas ärgerlich war jedoch, dass diese Verplantheit dazu führte, dass wir relativ spontan eine andere Stunde übernehmen sollten als vorgesehen, sodass meine erste Unterrichtserfahrung im Rahmen des Referendariats ein ziemlich großes Unzufriedenheitsgefühl hinterließ. Ausgehend von den Bedingungen, mit denen wir zu kämpfen hatten (späte Unterrichtsstunde, eher Theorie als kreatives Arbeiten und bereits die vierte Stunde an dem Tag in der Fremdsprache, das erste mal zu zweit Teamteaching) lief die Stunde wohl ganz okay und wir sollten es als ersten Versuch ansehen, aber wirklich glücklich macht das trotzdem nicht. Ich versuche also gerade noch die Stunde als eben solch einen Versuch abzuhaken und mir zu sagen, dass ich mich so ja eigentlich nur noch steigern kann!

Nebenbei versuche ich…

… gerade eine Doppelstunde in Deutsch (6. Klasse) zum Thema Wortarten zu planen. Die Schüler hatten die Thematik schon und ich soll dann vor allem auf Demonstrativ- und Relativpronomen eingehen. Bisher ist mir allerdings als wiederholender Stundeneinstieg nichts wirklich schönes eingefallen. Aber die Schüler zu fragen, welche Wortarten sie noch/schon kennen und die an der Tafel zu sammeln, um sie anschließend in flektierbar und unflektierbar zu kategorisieren gefällt mir nicht so recht. Falls von euch da draußen also jemand eine schöne und packendere Idee hat, die er teilen möchte – gerne!

… das Lieblingsschlagwort der Studienseminarleitung für mich sinnvoll zu füllen. Es geht um verständnisintensives Lernen. Wie kann man bei Schülern vertiefendes Verstehen für die eigenen Unterrichtsinhalte ermöglichen? Dazu zählt bspw. das Ansprechen von mehreren Sinnen, aber auch metakognitive Inhalte, die es den Schülern erlauben, das eigene Lernen zu reflektieren.

… meine eigene Reise zu meiner Lehrerpersönlichkeit zu dokumentieren. Ich hatte die Portfolioarbeit schon mal irgendwo angesprochen glaube ich, aber es ist tatsächlich gar nicht so einfach. Eine Hauptfrage ist z.B. welche Kriterien man für Unterricht als besonders wichtig erachtet und für wie kompetent man sich bereits in der Umsetzung fühlt. Aber dafür ist wohl nochmal ein ganz eigener Eintrag nötig.

… all den anderen Anforderungen, die das diplomatische Ping-Pong so mit sich bringt, gerecht zu werden.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern ein entspanntes Wochenende!

 

 

 

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2 Gedanken zu „Information overload

  1. Achje, tolle und kreative Einstiege, frag mich bloß nicht. Mir fällt das leider ziemlich schwer, das sind dann immer die Momente, in denen ich zweifle, ob ich auch kreativ genug für den Beruf bin. In meinen 13 Wochen Unterrichtserfahrung habe ich jedenfalls auch immer ewig nachgegrübelt. Meistens ist mir dann doch noch irgendwas ganz Passables bis wirklich auch mal Tolles eingefallen, aber es hat einfach unfassbar lange gedauert. Aber falls du jemals einen Einstieg zum Metrum brauchst… :mrgreen: Das hatte bei mir super funktioniert. Übrigens auch in Klasse 6. 😀
    Viel Erfolg noch, und viel Spaß bei der Planung!

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    1. Die Lehrerin ist mit der bisherigen Planung ja einverstanden, aber ich denke, das geht auch noch besser. Weil bisher ist es simples „reaktivieren und an der Tafel sammeln“. Mal schauen. Dank Fachleiterwoche habe ich eh noch etwas Schonfrist, bis der Unterricht läuft 🙂

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