Die Reise zum Lehrer-Ich (Teil 1)

 

Liebe Mitleser,
herzlich Willkommen an Bord auf dem Weg zu Lottas Lehrerpersönlichkeit. Es wird sicher eine lange, aber keine langweilige Fahrt werden. Um am Ende der Reise noch einmal zurückblicken zu können, wird ab jetzt in unregelmäßigen Abständen ein Fahrtenbuch geführt. Mal sehen, wo die Reise am Ende hingeht!
Um die Sache zu vereinfachen, orientiere ich mich an einem Fragebogen, den wir vor kurzem mal vorgelegt bekommen haben. Und ich freue mich selbstverständlich über Anmerkungen, eigene Erlebnisse von erfahrenen Kollegen oder zusätzliche Ideen. Aber auch über ehrliche Kritik an der einen oder anderen Stelle, wenn es angemessen scheint.

Frage 1: Wie stelle ich mir allgemein guten Unterricht vor? 
menschlich:
Es sollte eine angenehme Atmosphäre in der Klasse herrschen, da dies in meinen Augen das Lernen und Lehren deutlich erleichtert. Darüber hinaus sollte Zeit für die kleinen Probleme der Kinder und Jugendlichen sein, auch wenn eigentlich der Zeitplan drückt und man noch so viel zu erledigen hätte. Wichtig ist aber, dass die Balance zwischen Nähe und Distanz gewahrt wird und man versucht auf Augenhöhe mit seinen Schülern zu kommunizieren.
fachlich/didaktisch:
Lehrer sollten grundsätzlich vorbereitet in den Unterricht gehen, aber auch in der Lage sein, einzugestehen, etwas mal nicht zu wissen. Der Unterricht als solches sollte Interesse bei den Schülern wecken und nach Möglichkeit für ihr Leben Relevanz haben (Klafki lässt grüßen…), wobei ich es momentan als sehr schwierig empfinde, auf die Bedürfnisse der Schüler einzugehen und dabei trotzdem den Anforderungen des Lehrplans gerecht zu werden.

Frage 2: Wie sehe ich mich als Lehrer? Welche Stärken und welche Schwächen habe ich? 

+ freundlich, aufgeschlossen, organisiert, Spaß beim Unterrichten

– „Wissenslücken“ bei einigen Themen, manchmal zu verkopft, manchmal vielleicht zu freundlich (?!), unsicher beim Durchgreifen in der Klasse

Frage 3: Welche Kriterien in der Unterrichtstätigkeit sind mir besonders wichtig (sortiert nach Wichtigkeit) und inwieweit kann ich diese (schon) umsetzen (Skala 1-10)? 

1. Nähe-Distanz bzw. professionelles Verhalten (6/10)
2. Feedback geben/Anerkennung und Lob (5/10)
3. Umgang mit Störungen und Disziplinproblemen /Konsequenz  (4/10)
4. Schülerorientierung (4/10)
5. Spaß am Unterrichten (8/10)
6. Objektivität (6/10)
7. fachliches Wissen (8/10)
8. Struktur/Organisation/Zuverlässigkeit (7/10)
9. Geduld (6/10)
10. didaktische Reduktion / Binnendifferenzierung (3/10)

Frage 4: Was erwarte ich von meiner Ausbildung während des Referendariats? 

Ich erhoffe mir allgemein erstmal ehrliche und konstruktive Kritik zu meinem Unterricht, aber auch zu mir selbst. Aber auch ein gewisses Maß an Hilfestellung bei der Unterrichtsplanung und -gestaltung, gerade was größere Stoffeinheiten betrifft. Und das vor allem im Deutschunterricht, da dort thematisch eine deutlich größere Freiheit herrscht, mit der man erst mal umgehen lernen muss.

 

Soweit der Stand nach den bisherigen Hospitationsstunden und eigenen (wenigen) Unterrichtserfahrungen. Ich bin sehr gespannt, inwieweit sich die Einschätzungen und Meinungen  an einigen Stellen verändern werden.

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2 Gedanken zu „Die Reise zum Lehrer-Ich (Teil 1)

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