Pläne der Digitalisierung

Diskussionen über Sinn und Unsinn der Digitalisierung von Unterricht, den Einsatz von modernen Medien allgemein und den von sozialen Netzwerken gibt es wohl wahrlich mehr als genug. Ich fühle mich auch überhaupt nicht kompetent, mich in dieser Angelegenheit zu positionieren. Aber ich möchte einige Dinge gerne ausprobieren. Und darum soll es gehen.

Plan I.
Die Integration von Lernvideos in den Unterricht
Der erste Versuch dazu startet voraussichtlich nächste Woche und beinhaltet die Arbeit mit einem Lernvideo von Ivi-Unterricht in der 6. Klasse in Deutsch. Die Lehrerin meinte, sie wollte das eh schon mal ausprobieren, hat sich bisher aber nicht recht getraut. Daher findet sie die Idee prima und ist genauso gespannt wie ich.
Ich sehe es als ein Herantasten an die Idee des flipped classroom und bin gespannt auf die Schülermeinungen dazu.

Plan II.
Digitale Mindmaps statt Tafelbilder
Ich empfinde es als viel angenehmer, mich möglichst selten mit dem Rücken zur Klasse drehen zu müssen. Daher kam mir die Idee, es mit digitalen Mindmaps zu versuchen, bei denen man es einfach schnell eintippen kann, statt an der Tafel schreiben zu müssen. So haben die Schüler dann auch was davon und bekommen die MindMap direkt ordentlich und leserlich. Ob das so funktioniert, wie ich mir das vorstelle bleibt abzuwarten. Erstmal muss ich die auf Twitter vorgeschlagenen Programme hinsichtlich ihrer Tauglichkeit überprüfen und dann hoffen, dass es mit den Voraussetzungen in der Schule kompatibel ist. Denn durchgängig Internet und eventuelle nötige Programme sind dort nicht garantiert.

Plan III.
Ein Leseblog
Oder Lesetagebuchblog. Oder Literaturreflexionsblog.
Jedenfalls wollte ich ausprobieren, einen Blog in den Unterricht zu integrieren. Ursprünglich war der Plan, per WhatsApp Leseeindrücke sammeln zu lassen, aber nach einem hilfreichen Telefonat mit Peter Jochum war schnell klar, dass das wohl für Lesephasen im Unterricht, aber nicht für Hausaufgaben funktionieren würde.
Deshalb also der Blog. Wie genau der aussehen soll und welche konkreten Aufgaben die Schüler bekommen, weiß ich noch nicht. Aber Oberstufe hin oder her: konkrete Arbeitsanweisungen helfen zu Beginn sicher, denn einfach irgendwas zu dem Drama schreiben kann ja nicht Sinn und Zweck der Sache sein. Außerdem habe ich mich dazu entschieden den Blog zu Beginn „geheim und privat“ zu gestalten, und erst mit Einverständnis der Schüler den Blog öffentlich zugänglich zu machen.

Plan IV.
Die Integration von Twitter
Zusätzlich zu der Bloggeschichte würde ich gerne Twitter in den Unterricht integrieren. Es gibt wohl kein geeigneteres Medium, um zu lernen, Gedanken kurz und präzise zu formulieren. Wichtig ist mir vor dem Hintergrund die Möglichkeit des Perspektivwechsels. Heißt: die Schüler formulieren keine eigenen Meinungen zum Thema, sondern schreiben aus der Perspektive verschiedener Figuren des Dramas, die auch über Twitter miteinander interagieren können. Somit würde das Drama (Frühlings Erwachen) zusätzlichen Bezug zur heutigen Lebenswelt erhalten, da die Schüler die Figuren in ihrer eigenen Sprache kommunizieren lassen können.
Geplant wäre, die Klasse dafür in Gruppen einzuteilen und ihnen jeweils einen Charakter zuzuweisen, um den sie sich über die gesamte Länge der Stoffeinheit „kümmern“ müssen. Inwiefern sie die Idee annehmen und auch wirklich als Figuren miteinander interagieren bleibt abzuwarten.

 

Anmerkungen, Hinweise und weitere Ideen sind wie immer willkommen!

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4 Gedanken zu „Pläne der Digitalisierung

  1. Ich finde die Pläne sehr spannend und bin an den Auswertungen und Reflexionen interessiert. Die Auswahl der vier Pläne ist klug und ausreichend. Es werden ganz unterschiedliche Ebenen angesprochen, was wiederum einen günstigen Einfluss auf den Lernprozess geben kann. Eine Frage habe ich, wie wirst Du das Feedback der SuS einholen?

    Gefällt 1 Person

    1. Da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Die Lernvideos werden in Klasse 6 eingesetzt, der Rest soll die Stoffeinheit zu Frühlings Erwachen in der Oberstufe begleiten.
      Bei der 6. Klasse werde ich wohl am Ende der Stunde einfach mal fragen, wie sie es gefunden haben und wenn es nochmal eingesetzt werden sollte, dann vielleicht etwas detaillierter. Bei der 11 wäre sicher ein anonymer Feedback-Bogen angebracht, um ehrliche Meinungen zu bekommen.

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