Problemfeld: Selbstständigkeit

Der folgende Gedankenerguss wurde durch folgenden Tweet angeregt:

Ich finde die Idee gut. Wirklich.
Aber es ändert nichts an der Tatsache, dass es eine enorme Eigenständigkeit der Schüler fordert. Jetzt könnte man sagen, dass es dann am Ende egal ist, ob sie das Tafelbild im Hefter oder auf Instagram ignorieren. Und trotzdem bin ich (möglicherweise naiv) davon überzeugt, dass mehr hängen bleibt, wenn die Schüler das Tafelbild schon einmal selbst handschriftlich übertragen haben.
Es ist viel zu früh, um zu sagen „ich kenne meine Schüler“. Aber in den Klassen, in denen ich hauptsächlich arbeite, ist es so, dass beim Verlassen des Klassenraums alles abfällt, was darin passiert ist. Es interessiert sie einfach nicht und sie machen sich auch keine großartigen Gedanken mehr über die Inhalte des Unterrichts. Und das ist keine pessimistische Sichtweise meinerseits, sondern auch der Eindruck der unterrichtenden Lehrer. Sie würden also nie auch nur ansatzweise auf den Gedanken kommen, in Bahn oder Bus auf ihr Handy zu schauen.
Wobei diese Gedanken nun zugegebenermaßen eher die jüngeren Jahrgänge betreffen. Das kann in der Oberstufe natürlich völlig anders aussehen, aber da fehlt mir bisher die Erfahrung.
Nur leider geht manchmal bei all diesen tollen und vermeintlich super Ideen unter, dass sie eben doch nicht einfach mal so anwendbar sind und dass sie stets sehr genau durchdacht werden und an die jeweiligen Begebenheiten angepasst werden müssen.

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2 Gedanken zu „Problemfeld: Selbstständigkeit

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