Leistungsbewertung

Das war heute bei uns das große Thema im Studienseminar.
Und dabei ist doch eine ganze Menge zu beachten. Darf man eine 6 verteilen, wenn der Schüler die Hausaufgaben vergessen hat? Und wie sieht es eigentlich generell mit der Benotung von Hausaufgaben aus? Wie viele Noten braucht man überhaupt pro Halbjahr und wie genau werden die gewichtet?
In den meisten Dingen wurden wir nur an unsere entsprechenden Fachschaften verwiesen, weil nicht nur jede Schule ihr eigenes Süppchen kocht, sondern sogar jede Fachschaft selbst entscheiden darf, wie was bewertet wird.
Und da sollen wir armen Anfänger noch durchblicken?!

Am schwierigsten empfinde ich die Benotung, die so nebenbei läuft. Also vorbereitete Hausaufgaben, Mitarbeit im Unterricht und allgemein Engagement im Unterricht.
So wirklich bin ich mir noch nicht sicher, wie ich das handhaben möchte.
Strichliste? Stempel? Smileys? Nur positive Dinge notieren und das Fehlen eben dieser als schlecht werten? Oder positive sowie negative Dinge notieren? Mit Symbolen arbeiten für die mündliche Mitarbeit? Und was genau zählt da nun rein? Hach… es gibt so viele Möglichkeiten und am Ende bleibt mir wohl nur ausprobieren, aber das ist angesichts der Fülle an Ideen echt nicht so einfach!

Womit habt ihr denn gute Erfahrungen gemacht? Und was hat gar nicht funktioniert?

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22 Gedanken zu „Leistungsbewertung

  1. Also ich arbeite nach Ratschlag meines Mentors mit Symbolen: – oder + für gute oder schlechte Leistungen und o für mittelmäßige. Vergessene Hausaufgaben/Material ziehen auf jeden Fall ein Minus nach sich. Für besonders viel Mühe beim Erledigen der Hausaufgaben verteile ich +, das habe ich so auch offen kommuniziert.
    Für mich ist es derzeit in erster Linie kompliziert, die Qualität der Unterrichtsbeiträge zu bewerten….

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    1. Hast du dann jede Stunde da die Liste mit Namen liegen und trägst das dann parallel zum Unterrichtsgeschehen ein oder machst du das nach der Stunde in Ruhe?
      Ohja, das mit der Qualität ist echt schwer. Und nur weil ne Antwort richtig ist, hat sich ja nicht immer ein + verdient….

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      1. Möglichst bald nach der Std. Vergessene HAs bzw. Material natürlich sofort. Hilft ungemein. Ich habe heute erstmals mdl Noten vergeben und die Kinder vorher sich selbst einschätzen lassen und meistens passte das mit meiner Einschätzung. 🙂

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      2. Ich finde momentan auch einfach den Spagat zwischen dem Unterricht der begleitenden Lehrer und unserem eigenen so schwer. Also was Benotung, Regeln und Routinen angeht. Aber dafür wäre wohl nochmal ein eigener Artikel nötig…

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      3. Was meinst du genau mit „Spagat“? Dass dein Unterricht noch nicht so durchdacht und strukturiert ist, all die benannten Punkte betreffend? Falls ja, würde ich mich daran nicht so aufreiben. Mitnehmen, was geht und versuchen, umzusetzen was geht, aber nicht ständig vergleichen. Du musst deinen Weg noch finden, von der fehlenden Erfahrung und Routine ganz abgesehen.
        (Und damit das nicht eventuell furchtbar lässig und abgeklärt klingt: ich verzweifle auch permanent an allen möglichen Baustellen… Aber das gehört wohl dazu.)

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      4. Ne, das ist ja logisch, schließlich müssen wir das Handwerkszeug erst noch lernen. Aber ich finde es schwer in bestehende Strukturen neue Regeln einzuführen, da ich aufgrund des Systems bspw. nur zwei von drei Stunden anwesend bin und davon nur eine unterrichte. Da kann ich nur schwer Dinge durchsetzen. Und mit Spagat meine ich die Balance zwischen meiner Idee von Unterricht und der vom Lehrer. Aussagen wie „ich hätte aber…“ nutzen nur bedingt was. Besser wäre konstruktive Kritik zu dem was ich tat und nicht nur Alternativen, nur weil derjenige es sonst anders macht. (Ich hoffe das klingt logisch. Es ist echt früh 😃)

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      5. Ach herrje. Okay, nun schwanke ich gerade, ob ich dich beneiden soll oder nicht. Ich wurde in beiden Fächern ins kalte Wasser geschmissen. Mitten im Jahr zwei Fächer in zwei Klassen voll übernommen. Je 1 Std pro Woche hospitieren die Mentoren, aber grundsätzlich bin ich allein mit Planung und allem drum herum, wobei Mentor 1 sehr hilfreiches Feedback gibt, das ich umsetzen konnte, während mir Mentor 2 wenig hilfreich ist…
        Vorteil: ich kann relativ gut schalten und walten, wie ich will. (Aber die Nachteile liegen sicherlich auch auf der Hand. ;-))

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      6. Oh, das ist ja interessant! Wir werden hier langsam herangeführt und haben ein ausgeklügeltes Stundensystem. Etwas mehr Eigenständigkeit würde ich mir aber dennoch wünschen. Immer abwarten zu müssen, wie weit Lehrer X kam, nervt halt. Aber wie gesagt, um das auszuführen, braucht es wohl wirklich nochmal mehr Raum…

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  2. Ich trag so zügig wie möglich mündliche Noten ein, vergessene Hausaufgaben direkt in der Stunde. Dafür hab ich (inzwischen 😉 ) getrennte Listen.
    Mündliche Noten (mach ich spätestens nachmittags zu Hause, sonst auch gerne noch mal eben schnell im Lehrerzimmer oder in einer Pause/Freistunde) notiere ich mit +/o/- – System, ein „!“ für besonders gute Leistungen. Finde ich wichtig, weil ich sonst selbst die Übersicht verliere und so bei Elternsprechtagen oder Schülergesprächen tatsächlich einfach mal auf meine Liste verweisen kann. Grundsätzlich kann die auch jeder Schüler zu jeder Zeit sehen.
    Eine Kollegin hat mit schrägen und waagerechten Strichen gearbeitet. Waagerecht, wenn die Leistung gleichbleibend war, schräg nach oben, wenn die Leistung besser war und nach unten wenn…na, kannste dir sicher denken. Fand ich auch ein gutes System!

    Vergessene HA kommen in eine andere Liste, bei uns in der Schule wird nach drei Strichen nachgesessen. Am Ende des Halbjahrs beziehe ich das in die Gesamtnote mit ein.

    Für sowas wie Mappen, Referate und co hilft tatsächlich häufig nur die Fachleitung der Schule zu fragen, das läuft überall ein bisschen anders.

    Viel Erfolg beim Eigenes-System-Finden 🙂

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    1. Vielen Dank für das Erfahrungen Teilen! Ich tendiere auch stark zu dem Symbolsystem. Beide dinge in getrennte Listen einzutragen halte ich aber für eine sehr gute Idee. Es gibt hier zwar kein Nachsitzen und wir dürfen für fehlenden Hausaufgaben auch keine sechs verteilen, aber ich finde dennoch, dass das am Ende ein ausschlaggebender Punkt ist. Alleine auch, um die Eltern beim Elterngespräch dahingehend informieren zu können.

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      1. An meiner Ref-Schule gab es auch kein Nachsitzen für fehlende Hausaufgaben, da habe ich dann aber nach dem dritten Mal immer eine kleine Notiz an die Eltern geschrieben und drauf hingewiesen, dass sowas durchaus Einfluss auf die Note hat. Kam bei den Eltern überraschend gut an!

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  3. 😀 als Einschreiben, schön!

    Ja, die Schüler da hatten ein Mitteilungsheft (auch „Mutti-Heft“), also ein kleine Heft, in dem auch anstehende Termine notiert wurden und in das die Eltern die Entschuldigungen geschrieben haben etc. Da hab ich kurz reingeschrieben und und die Eltern es unterzeichnen lassen.

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      1. Das ging meistens zeitlich. Ich hab die Hefte (zeitweise waren es mehrere… :/ ) eingesammelt und in einer Phase eingetragen, in der die Schüler eh beschäftigt waren. Manchmal musste aber auch die Pause dran glauben…
        Jetzt, weil es an meiner aktuellen Schule keine Mitteilungshefte gibt, hab ich nen kleinen Block in der Tasche, quasi wie Quittungen. Da ist schon einiges vorgegeben, ich muss es nur kurz ausfüllen und kann es den Schülern mitgeben und unterschreiben lassen.

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  4. Da ich mich heftig gegen Papier in meinem Arbeitsalltag wehre, versuche es aktuell grad mit einer Techniklösung, einem Tablet, wo man auf einem Sitzplan so Smileys vergeben kann. Das nach jeder Stunde gemacht ergibt dann quasi eine Strichliste. Aber es ist alles noch in der Experimentalphase… mal schaun…

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