Ankommen? Angekommen!

Da sitze ich nun.
Mitten im Lehrerzimmer.
Bin dort, wo ich schon so lange sein wollte und trotzdem fühlt es sich noch falsch an.
Die ersten Tage an der Schule waren geprägt von fehlender Organisation, überraschten Lehrern, wenn man dort hospitieren wollte oder musste und vielen neuen Gesichtern und Namen.

Dieser Eintrag ist nun beinahe auf den Tag genau drei Monate her. Überraschenderweise habe ich eben tatsächlich viermal nachgeguckt, ob das wirklich schon so lange her ist. Bin ich wirklich schon drei Monate Referendarin? Und schreibe ich wirklich schon drei Monate diesen Blog? Wahnsinn! Die Zeit rast.

Der Eindruck von damals hat sich verändert. Es ist selbstverständlicher geworden, im Lehrerzimmer zu sitzen, auf den Gängen mit „Hallo Frau Lotta“ begrüßt zu werden und im Klassenraum vor den Schülern zu stehen. Es fühlt sich nicht mehr fremd an. Klar, die Namen der Schüler und Kollegen sitzen immer noch nicht alle, aber die meisten Kollegen kennt man inzwischen doch etwas besser und bei einigen ist man sogar schon beim Du angekommen. (Nicht, dass das das oberste Ziel wäre. Aber es ist schön, nicht mehr mit allen so förmlich reden zu müssen!)

Alles hat sich irgendwie eingespielt. Der Stundenplan ändert sich nicht mehr wöchentlich, die Absprachen für den Unterricht laufen gut und auch die Pendelei ist inzwischen Alltag geworden.
Fast könnte man vergessen, dass das große Damoklesschwert über einem hängt: Unterrichtsbesuche, benotete Unterrichtsbesuche, Prüfungsstunden, die Abschlussprüfungen und schließlich die Examensarbeit.
Aber auch das wird irgendwie was. Denn ein wenig Zeit haben wir ja noch, um zumindest ein wenig Welpenschutz zu genießen.

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2 Gedanken zu „Ankommen? Angekommen!

  1. Schön zu lesen, dass es so gut läuft. Für mich ist es besonders interessant. Meine Referendarin ist gerade fertig geworden und ich kann mich so gut zurückversetzen in die Zeit, als sie angefangen hat.
    Als Mentor, gefangen im Alltagstrott, vergisst man häufig die besondere Situation, die ihr zu bewältigen habt.
    Also, bitte uns alle weiter auf dem Laufenden halten.

    Gefällt 1 Person

    1. Das ist unseren Mentoren aber auch wirklich nicht zu verübeln. Nur wollen wir ja auch niemanden „nerven“, wenn wir bei einigen Sachen zehnmal nachfragen. Aber wir sind ja genau dafür in der Ausbildung. Das wiederholt auch meine Mentorin oft. Ich bin da, damit ich was lerne – und sie ist da, um es mir beizubringen.
      Das mache ich gerne.

      Gefällt 1 Person

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