Alles halb so wild, oder?

Die anfängliche Sorge, dass es jetzt besonders schnell besonders stressig wird, hat sich nicht bewahrheitet.
Das Gespräch im Studienseminar war sehr entspannt und ich habe jetzt meine langfristige Planung, wie es mit dem Referendariat weitergehen wird.

Die ersten Lehrproben stehen dann direkt nach den Sommerferien an, sodass seitens der Schule nun so geplant werden soll, dass ich eine jetzt übernommene Klasse auch nach den Ferien behalten kann. Immerhin habe ich so wenigstens eineinhalb Monate zum Kennenlernen, bevor es so richtig wichtig wird. Wobei sicher vor den Ferien auch nochmal normale Unterrichtsbesuche stattfinden werden.

Leider kann ich einen meiner Fachleiter nicht behalten. Glücklicherweise haben wir aber eine Regelung gefunden, die ich sehr gut finde: ich werde die Fachseminare bei jemand anderem besuchen, aber mein ehemaliger Fachleiter wird die Prüfungen, Unterrichtsbesuche und Lehrproben abnehmen sowie die Beurteilung für die Vornote schreiben. Damit bin ich sehr zufrieden.
Im anderen Fach bleibt alles so, wie es auch vorher schon war.
Jetzt brauche ich nur noch einen Termin in der Schule, um meinen Stundenplan zu besprechen. Und um herauszufinden, wie es dort allgemein läuft, was so ansteht, welche Lehrwerke benötigt werden usw.

Offiziell gehöre ich jetzt zu einem neuen Jahrgang Referendare. Ich gehöre nun zu denen, die genau ein Jahr nach uns gestartet sind. Kennen tue ich da bisher niemanden so wirklich. Aber vielleicht ist das gar nicht so schlimm. Erfahrungsgemäß klinkt man sich nie wieder in einen Jahrgang so ein, wie in den Ursprungsjahrgang. Wir hatten ja auch einige dabei, die mittendrin erst wieder anfingen, wegen Elternzeit usw.
Der neue Jahrgang bedeutet aber auch, dass ich mit sehr viel Glück keine zweite Staatsexamensarbeit mehr schreiben muss. Die wurde nämlich kurz nach meinem damaligen Referendariatsstart abgeschafft. Aber dafür müssen jetzt erstmal wieder Anträge gestellt werden…

Ein neuer Jahrgang bedeutet im Zweifel aber auch, seine Geschichte wieder und wieder erzählen zu müssen. Wobei ich gestern erstmal zu „ich habe aufgrund gesundheitlicher Dinge pausiert“ gegriffen habe.
Dummerweise werden im Juni zwei Seminartage stattfinden, die beide Jahrgänge gemeinsam zu absolvieren haben, also mein alter und mein neuer.
Das könnte ganz schön anstrengend werden, da bestimmt einige fragen werden, was war und wieso ich da nun wieder da bin.

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4 Gedanken zu „Alles halb so wild, oder?

  1. Schön zu lesen, dass alles gut anläuft und der Stress auf sich warten lässt. Und alles andere schiebt sich schon zurecht. Man muss ja nicht auf jede Frage antworten, man kann auch mal mit den Achseln zucken und was im Raum stehen lassebln. LG Ela☕

    Gefällt 2 Personen

    1. Das stimmt.
      Ich kriege das schon irgendwie hin. Was „schlimmeres“ als das ich in Tränen ausbreche kann ja an sich auch nicht passieren. Aber das ist eben doch immer ganz schön unangenehm.
      Im Zweifel verweise ich auf diejenigen, die Bescheid wissen. Sollen die das doch erläutern.

      Gefällt 1 Person

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