Luxus

Ein halbes Jahr lang bin ich mit Bus und Bahn zur Schule gependelt. Von Tür zu Tür nahm der Weg gut eine Stunde in Anspruch. Doch ich war stets eine Stunde eher und eine Stunde länger in der Schule, da die Züge erst dann fuhren.

Jetzt kann ich mir morgens überlegen, ob ich in den Bus steige oder ob ich mir das Fahrrad schnappe. Mein Wecker klingelt zu einer Uhrzeit, zu der ich andernfalls schon im Zug hätte sitzen müssen.
Nun fiel diese Woche eine Stunde aus, sodass ich nach der zweiten Stunde Schluss hatte. Zur Sitzung der Fachschaft und Dienstberatung musste ich jedoch wieder zurück.
Wo ich andernfalls die Zeit in der Schule hätte absitzen müssen, konnte ich jetzt nach Hause fahren. Ich konnte meine Einkäufe erledigen, bereits einige Noten ausrechnen, meine Unterlagen sortieren und in Ruhe etwas essen.

Das ist absoluter Luxus, den ich innerhalb weniger Tage sehr schätzen gelernt habe.
Früher habe ich immer gesagt, dass mir Pendelei nichts ausmacht. Ich denke auch, dass man sich daran gewöhnen kann. Und sicher ist es auch nochmal etwas anderes, wenn man nicht an öffentliche Verkehrsmittel gebunden ist, weil man ein eigenes Auto hat. Aber momentan bin ich dankbar für die Möglichkeiten, die ich habe.
Für mich ist dieser Umstand wirklich wahrer Luxus.

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2 Gedanken zu „Luxus

  1. Ich bin auch jahrelang gependelt, allerdings eine Stunde über die Autobahn mit täglicher Staugefahr. Vertane Zeit, vertane Zeit. Zwischdurch nach Hause? Fehlanzeige. Ich wollte das nicht mehr und bin heute mehr als froh, um die Ecke zu wohnen. Ich kann nachvollziehen, was du empfindest. Genieß es. LG Ela

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    1. Toll, dass du dieses Glück auch zu würdigen weißt.
      Ich muss sagen, dass ich froh bin, immerhin noch 10 Minuten mit dem Fahrrad fahren zu dürfen und dass die Schule damit nicht in unmittelbarer Nähe ist. So gibt es mein Zuhause und meinen Arbeitsplatz.
      Aber auf stundenlanges Pendeln kann ich verzichten. Jetzt im Referendariat eh nochmal mehr. Aber wer weiß, wo es uns danach hinverschlägt. Es ist ja nicht mal sicher, ob wir in dem Bundesland bleiben, oder ob es ganz woanders hingeht. Aber wir planen nicht mehr. Die Zeit wird es zeigen 🙂

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