Alles öde, oder was?

Immer wieder versuche ich, durch kleine spielerische Einschübe, die Schüler und Schülerinnen dazu zu motivieren, zu lernen und aktiv am Unterrichtsgeschehen teilzunehmen.
Aufgrund der rar gesäten Zeit sind mir dabei Spiele am liebsten, die sich nicht allzu lange ziehen und für die keinerlei Aufwand im Sinne von Material benötigt wird.
Doch momentan hält sich meine Phantasie in Grenzen, also brauche ich eure Mithilfe: habt ihr noch weitere Ideen für kurze Spiele zur Vokabelwiederholung und -festigung?

Vokabelfußball
Das Spiel dürfte allen bekannt sein. Zwei gegnerische Teams spielen gegeneinander. An der Tafel sind zwei Tore und einige Punkte angezeichnet. Der Anstoßpunkt in der Mitte und gleich viele Punkte (Anzahl kann variiert werden) in beide Richtungen.
Nennt nun ein Team die richtige Antwort, wandert der Fußball (oft nur ein Magnet) in Richtung des gegnerischen Tors. Nennt nun das andere Team die richtige Lösung, landet der Fußball wieder in der Mitte.

Folie2Inwieweit man die Schüler antworten lassen möchte, ist jedem selbst überlassen.
Sie können sich melden und werden aufgerufen, sie können einen Buzzer (falls vorhanden) benutzen oder es spielen immer zwei gegen zwei für das jeweilige Team.
Meist nehme ich die Variante, dass immer zwei Kinder dran sind und aufstehen müssen. Wer zuerst aufsteht, darf zuerst antworten. So kann man sicherstellen, dass man die Antwort auch wirklich hört.

 

Wortkette
Habe ich bisher noch nicht ausprobiert, da die Zeit fehlte. Die Idee dahinter ist simpel: Man beginnt mit einem Wort und der nächste muss aus dem letzten Buchstaben ein neues Wort bilden. Gerade in den kleineren Klassen erfordert das sicher einiges an Zeit, da noch nicht so viele Wörter bekannt sind.
Bspw. : aimer – regardons – sympa – arbre – école…

 

Ich packe meinen Koffer
Folie5Das Spiel ist vor allem bei Themen geeignet, bei denen es viele verschiedene Wörter zu einem Oberbegriff gibt. Das kann Essen und Trinken sein, Kleidung, aber auch Hobbys und ähnliches. Zudem werden dadurch nicht nur Wörter wiederholt, sondern die Konzentrationsfähigkeit der Schüler gefordert.

 

 

Memory

4d-NJ9cA.jpg-large Das Spiel entspricht natürlich nicht meiner Vorgabe von wenig Material, wird aber dennoch Anwendung im Unterricht finden. Einmal vorbereitet kann das Memory jederzeit zu kleineren Wiederholungsübungen eingesetzt werden.

 

 

 

Vokabelsport
Dabei handelt es sich um eine simple Wiederholungsübung, die innerhalb weniger Minuten zu Beginn oder zum Ende der Stunde durchgeführt werden kann.
Der Lehrer oder einer der Schüler nennt den anderen Vokabeln, ohne jedoch den Artikel zu verraten. Ist das Wort männlich, stehen die Jungs auf, ist es weiblich, stehen die Mädchen auf. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, kann man das natürlich auch umdrehen.


Vier-Ecken-Spiel

Vier Schüler und Schülerinnen stellen sich jeweils in eine Ecke. Nennt ein Kind die richtige Lösung, darf es eine Ecke weiter rücken. Wer zuerst wieder in seiner Startecke ankommt, gewinnt.
Problematisch finde ich jedoch, dass die Schüleraktivierung dabei relativ gering ist, da immer nur vier Schüler gleichzeitig spielen können.


Bankrutschen
Das Spiel funktioniert ähnlich wie das Vier-Ecken-Spiel. Es treten immer alle Schüler an einem Tisch gegeneinander an. Zunächst beginnt es also mit zwei Schülern. Wer zuerst antwortet, darf einen Tisch weiterrücken. Dort müssen dann alle Schüler wieder gegeneinander antreten. Wer am Ende die meisten Bänke passiert hat, ist der Gewinner.

 

Jetzt ihr!
Kennt ihr noch weitere solcher Spiele? Kurze Vokabel- oder Grammatikübungen?

In den Kommentaren sammelten sich noch einige andere Ideen, die ich gerne mit in den Beitrag aufnehmen möchte. 

Tabu
Es gibt einen Oberbegriff, der erklärt werden muss.

Folie4Dabei gibt es jedoch einige Wörter,die während der Erklärung nicht verwendet werden dürfen. Andernfalls bekommt das andere Team den Punkt, gibt es einen Punkt Abzug oder aber man muss das Wort überspringen. Das liegt jeweils im Ermessen der verschiedenen Teams.

 


Scharade

Eine wunderbare Idee, um die Schüler Wörter erraten zu lassen. Verschiedene Begriffe werden durch Pantomime dargestellt und die anderen Schüler müssen die Wörter erraten. Gerade in den Anfängerklassen lassen sich bspw. Aktivitäten wie Fahrradfahren, Rudern oder Gitarre spielen sehr einfach darstellen. Mit steigendem sprachlichen Niveau können natürlich auch andere Wörter verwendet werden.


Hangman

Folie1Natürlich habe ich auch schon Hangman mit meinen Schülern gespielt, es jedoch in der obigen Liste einfach völlig vergessen. Das tolle an dem Spiel ist, dass man die Spielleitung sehr einfach den Schülern überlassen kann und sie selbst mit ihren Klassenkameraden spielen. Wem Hangman zu brutal ist, der kann natürlich auch statt einem erhängten Menschen eine Blüte oder ein Haus malen. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, es sollte jedoch mit einigen wenigen Strichen auskommen und ein Ende finden.


ABC-Spiel 

Man kann die Schüler verschiedene Dinge im Klassenraum benennen lassen, die zum jeweiligen Buchstaben passen. Da die Auswahl da allerdings relativ eingeschränkt scheint, ist es auch möglich, jede Stunde einen anderen Buchstaben zu nutzen und die Schüler sämtliche Wörter sammeln zu lassen, die sie zu diesem Buchstaben bereits kennen.


Bingo

Bingo gehört ebenfalls zu den Spielen, die ich einfach vergessen habe.
Man kann es auf verschiedene Arten umsetzen. Meist habe ich es im Fremdsprachenunterricht genutzt, um die Zahlen zu wiederholen. Man kann jedoch auch verschiedene Wörter verwenden.

Folie3

In dem Beispiel sind es vier verschiedene Verben.
Ob man diese nun auf Deutsch nennt und die Schüler es übersetzen müssen, oder ob man sagt, dass sie die erste Personalform im Singular von être nehmen sollen, ist jeder Lehrkraft natürlich selbst überlassen.

 


Klassenmemory
Ich selbst habe das noch nie durchgeführt, stelle es mir jedoch höchst amüsant vor.
Zwei Schüler müssen den Raum verlassen. Der Rest überlegt sich jeweils als Paar einen Begriff oder ein Wort und notiert es an der Tafel. Danach setzen sie sich um.
Die wieder hereingeholten Schüler nennen nun jeweils zwei Begriffe. Die entsprechenden Schüler dürfen ihre Plätze tauschen.
Das Ziel ist es, alle Klassenkameraden wieder auf ihren ursprünglichen Platz zu bringen. Da ist eindeutig höchste Konzentration gefordert.

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8 Gedanken zu „Alles öde, oder was?

  1. Vokabelfußball kannte meine seminarlehrerin vor 2 Jahren nicht…(Dabei kennt das wirklich jeder) ich vergebe dabei Nummern und rufe dann die Ziffern auf.

    Was bei einer 6. Mal gut ankam war nach dem ABC Dinge im Klassenzimmer zu nennen. Ich habe dann immer 1-2 Buchstaben gemacht und das kam wirklich gut an. Und ich bin nicht fertig geworden mit dem ABC.

    Was auch sehr beliebt ist ist hangman.

    Eine weitere Möglichkeit, aber eher für eine Vertretung, ist klassenmemory. Ich habe das zwar noch nicht mit einer Fremdsprache gemacht aber mit historischen Begriffen. Zwei Schüler gehen vor die Tür, die anderen denken sich einen begriff/Vokabeln aus und schreiben den an die Tafel. Dann setzen sie sich um. Die reinkommenden müssen dann durch das aufrufen von jeweils zwei Begriffen, die Schüler auf ihre Plätze zurücktauschen. (Also die aufgerufenen wechseln ihren platz).

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    1. Stimmt! Galgenmännchen habe ich ganz vergessen. Das machen sie wirklich gerne 🙂

      Das mit dem ABC stelle ich mir in Französisch wieder ganz schön schwer vor. Muss ich mir mal überlegen. Man muss es vielleicht nicht auf Dinge im Klassenzimmer begrenzen, sondern allgemein zu jedem Buchstaben einfach Wörter sammeln lassen.

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  2. Wie wäre es mit Vokabel-Bingo? Zu einem Wortfeld/einer Vokabellektion können die Schüler z.B. in einem 4×4 Feld die Vokabeln in einer beliebigen Reihenfolge eintragen. Danach werden deutsche Begriffe vorgelesen und wer z.B. zuerst vier in einer Reihe hat, darf „Bingo“ rufen.

    Die Idee, solche Spiele mal wie hier zusammenzustellen, ist übrigens toll! 🙂

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