Ausbildungsgespräch

Heute war es soweit – das erste Ausbildungsgespräch stand auf dem Programm. Es dient bei uns der Bestandsaufnahme und der Reflexion. Gleichzeitig ist es Basis für die Bewertung, die von unseren Fachleitern kommt.

Zwischen dem Ausflug nach Berlin und dem Genießen des Lollapalooza habe ich es tatsächlich geschafft, mir ein paar Gedanken zu mir und meinem bisherigen Ausbildungsverlauf zu machen.
Sehr hilfreich war hierbei der Link von @floorialla, da die dort aufgeführten Kompetenzen eine wirklich gute Struktur boten, um das Gespräch zu gliedern. Denn auch das war Aufgabe: zusammenhängend zu sich und seinen Fähigkeiten sprechen.

Das ist erstmal gar nicht so einfach. Denn generell neigt man ja doch eher dazu, sich selbst nicht so sehr in den Mittelpunkt zu stellen. Aber gerade bei einer Reflexion, die auch der anstehenden Bewertung dient, darf man sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Denn was soll denn dann dem Fachleiter positiv im Gedächtnis bleiben?
Also habe ich mir eine Tabelle angelegt (iPad sei Dank war schnelles und effektives Arbeiten im Hotel und im Auto möglich #paperfree), Themenfelder formuliert. In meinem Fall war das jetzt Unterrichtserfahrung (worin konnte ich Erfahrungen sammeln? Klassenstufen und Methoden), Erfahrung mit Planung, Umgang mit Material/Lehrbuch, Arbeit mit den Schülern, Bewertung und Beurteilung, fachliche Kompetenz, Lehrerpersönlichkeit. Dabei habe ich mich einerseits an dem oben genannten Link orientiert und andererseits Vorgaben anderer Fachlehrer unseres Seminars genutzt. Es war jedenfalls eine für mich sinnige Einteilung, da ich da unterbringen konnte, was mir so einfiel.
Wichtig war für mich, nicht Stärken und Schwächen, sondern Stärken und Potential zu notieren. Dadurch wirkt alles weniger negativ behaftet und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, im weiteren Verlaufe des Referendariats noch eine Progression erkennen zu lassen. Im Übrigen übernahm mein Fachleiter den Begriff sofort. Ob bewusst oder unbewusst weiß ich nicht, aber es ist deutlich angenehmer von Potential statt von Schwächen zu reden.
Da mein Fachleiter von vornherein deutlich gemacht hat, dass das Gespräch nicht nur eine Art Prüfungsgespräch, sondern gleichzeitig auch ein Beratungsgespräch ist, hatte ich keine Scheu, offen und ehrlich zuzugeben, wo ich bei mir Potential sehe. Gleichzeitig scheute ich mich aber auch nicht, offen heraus zu sagen, wo ich eindeutig Stärken bei mir sehe.
Zu meiner großen Freude stimmte mir mein Fachleiter in allen Punkten vollumfassend zu: sowohl bei den Baustellen als auch bei allen positiven Aspekten.
Wie zuvor bei der Verantwortlichen für Ausbildung an der Schule war es ein Gespräch auf Augenhöhe, bei dem man sich ernst genommen fühlte. Auch bei den Dingen, die einem noch manchmal Probleme bereiten.

Der nächste große Berg: die Lehrprobe. Nächste Woche Mittwoch ist es dann endlich soweit. Bis dahin wartet noch viel Schreibkram auf mich. Und ich habe gehörigen Respekt davor. Hoffentlich läuft das Prüfungsgespräch da ähnlich gut wie heute. Noch hege ich da klare Zweifel, denn Fachleiter Nummer zwei ist ein ganz anderer Schlag Mensch. Und Lehrer.

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